Magnesium – das Powermineral für unsere Gesundheit

Kannst du dir vorstellen, dass es einen Stoff gibt, der praktisch alle Funktionen in unserem Körper verbessert – eine Art Schmieröl, das für einen reibungslosen Ablauf aller Prozesse sorgt? Den gibt es, MAGNESIUM – das Powermineral. Ein Stoff der an praktisch allen Stoffwechselvorgängen beteiligt ist und dir nicht nur Gesundheit, sondern auch Energie, Leistungskraft und Vitalität schenken kann.

Dr. Barbara Hendel schreibt in ihrem Buch „Das Magnesiumbuch“ sehr ausführlich über diesen „Hans Dampf in allen Gassen“ unter den Mineralstoffen. Eine kurze Zusammenfassung davon findest du in diesem Artikel.

Die Hauptaufgabe von Magnesium im menschlichen Körper liegt in der Energiegewinnung und der Reizübertragung auf Muskel und Nerven, doch es ist praktisch an allen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt, so funktionieren mehr als 300 Enzyme nur dank Magnesiums.

Magnesium ist das Mineral, dass Leben erst möglich macht – quasi eine Schlüsselfunktion hat, als der Funke des Lebens. Doch das ist alles sehr abstrakt. Lass mir dir anhand einiger Beispiele verdeutlichen, was Magnesium für dich tut und wie sich ein Magnesiummangel bemerkbar macht.

Wirkung von Magnesium im Körper

Magnesium ist für die Entspannung der Muskeln nach einer Anspannungsphase zuständig, sorgt für Geschmeidigkeit in den Muskeln und wirkt somit Verspannungen und Verhärtungen der Muskulatur entgegen. Magnesium baut Milchsäure in den Muskeln ab, die sich sonst nach sportlicher Anstrengung als Muskelkater bemerkbar machen würde.

Durch seine ausgleichende Wirkung unterstützt Magnesium Herz und Gefäße. Es sorgt für eine gleichmäßige Pumpleistung des Herzens, einen gesunden Herzrhythmus und für flexible Gefäße.

Die Bildung von Blutgerinnseln werden verhindert, indem Magnesium die Muskulatur und die Blutgefässe entspannt und das Blut freier fließen kann, was auch eine positive Wirkung auf den Blutdruck hat und Arterienverkalkung vorbeugt.

Untersuchungen haben gezeigt, dass es bei Stresssituationen zu einem erhöhter Magnesiumbedarf kommt. Da Magnesium die Ausschüttung der Stresshormone reduziert kann es Stressreaktionen abpuffern.

Magnesium sorgt für innere Ruhe und gibt uns die Kraft und Ausdauer durchzuhalten.

Da Magnesium die fettabbauenden Enzyme ankurbelt, unterstützt es die Fettverbrennung und den Fettabbau und hält unseren Cholesterinwert stabil. Doch es aktiviert auch die Enzyme, die für den Kohlehydrat- und Eiweißstoffwechsel notwendig sind.

Eine gute Versorgung mit Magnesium hebt die Stimmung, führt zu einem besseren Schlaf und mehr Gelassenheit. Außerdem wirkt Magnesium vorbeugend gegen Demenz.

Magnesiummangel-Symptome

Nächtliche Wadenkrämpfe, Restless-Legs, Muskelzuckungen sowie Muskelverspannungen und -verhärtungen weisen ebenso auf einen Magnesiummangel hin, wie Regel- und Wechseljahrbeschwerden. 

Herzerkrankungen und Herzrhymthmusstörungen, aber auch Bluthochdruck und Migräne sind Zeichen einer Unterversorgung des Körpers mit Magnesium.

Bei Mangel greift der Körper auf die Notreserven, dass in den Knochenzellen gebundene Magnesium, was sich negativ auf die Stabilität der Knochen auswirkt und zu Osteoporose und Gelenks-Arthrose führt, aber auch zur Entmineralisierung der Zähne. Magnesiumreiche Zähne sind widerstandsfähiger gegen Karies.

Auf Stoffwechselebene zeigt sich ein Magnesiummangel unter anderem in einem erhöhten Cholesterinwert (LDL).

Magnesiummangel wird auch für die Entstehung von Depressionen mitverantwortlich gemacht. Studien zeigen deutliche Zusammenhänge zwischen Magnesiumaufnahme und depressiver Verstimmung, oder anders ausgedrückt, je mehr Magnesium zugeführt wurde, desto besser war die Stimmung der Probanden.

Auch bei ADHS und Konzentrationsstörungen kann ein Magnesiummangel die Ursache sein. Studien belegen, dass die Symptome schon nach kurzer Zeit verschwanden oder sich verringerten, wenn Magnesium in Kombination mit Vitamin B6 gegeben wurde.

Auch bei  Fibromyalgie, Rheuma, durch Lärm verursachte Schwerhörigkeit, Psoriasis und  Neurodermitis wurde Magnesium vielfach erfolgreich eingesetzt.

Doch auch eine ausreichenden Wasserzufuhr ist für das Wohlbefinden unumgänglich, mehr darüber in meinem Artikel Wasser – Quell des Lebens

Magnesiummangel ist weit verbreitet

Da besonders in der westlichen Gesellschaft, Stress an der Tagesordnung steht, was zu einem erhöhten Magnesiumbedarf führt, der durch die Nahrung (aufgrund ausgelaugter Böden und Bearbeitung der Nahrungsmittel) häufig nicht mehr gedeckt werden kann, ist ein latenter und unentdeckter Magnesiummangel weit verbreitet.

Dazu kommt, dass Magnesiummangel bisher schwer messbar war, da es besonders aufwendiger und kostspieliger Verfahren bedurfte. Doch eine simple Milchmädchenrechnung macht ihn rasch deutlich. Da Magnesium vom Körper nicht selbst gebildet und nur in geringen Dosen bevorratet werden kann, lässt sich das leicht klären. Schau einfach mal, was du normalerweise so über die Woche verteilt isst und wieviel Magnesium darin enthalten ist.Als Anhaltspunkt kann dir eine Nährstofftabelle dienen (Nährstofftabelle der Deutschen Gesundheitshilfe zum Downloaden).

Die empfohlene Tagesdosis zur Einnahme liegt bei rund 300-400 mg Magnesium für Erwachsene. Doch bedenke auch, dass sich bei Stress, physischer Anstrengung, starkem Schwitzen etc. der Bedarf stark erhöht, wenn nicht sogar vervielfacht.

Mir jedenfalls war schnell klar, dass ich sicher nicht auf die erforderliche Tagesdosis (im Wochenschnitt gerechnet) komme und leichte Wadenkrämpfe in der Nacht, waren ein weiteres Indiz dafür, dass ich bereits einen leichten Magnesiummangel habe.

Wenn es dir bei deiner Ernährungsübersicht ähnlich geht und du eines oder mehrere der oben angeführten Mangelsymptome bei dir festgestellt hast, dann ist Magnesium sicher angesagt, denn Magnesium muss täglich zugeführt werden, damit im Körper alles reibungslos läuft.

Magnesium – das Powermineral zuführen

Einnahme von Magnesium über die Nahrung

Magnesium findest du vor allem in den äußeren Schichten von Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Spinat, Garnelen, Bananen, aber auch in Kürbis- und Sonnenblumenkernen, Sesam, Mandeln, Cashewnüssen sowie in Kakao und Mineralwässern (besser ohne Kohlensäure, denn die macht sauer).

Die Einnahme von Magnesiumpräparaten

Magnesiumpräparate gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Varianten, wie Tabletten, Brausen …

Doch da nur ein Teil des eingenommenen Magnesium über den Darm aufgenommen wird, ist eine deutliche Verbesserung allein durch die Einnahme von Magnesium oft erst nach Wochen spürbar ist. Es ist daher angezeigt bei Magnesiummangel ergänzend mit Magnesiumöl zu arbeiten.

Außerdem kann eine zu hohe orale Dosen zu Durchfall führen. Es ist daher anzuraten besser kleinere Dosen über den Tag verteilt zu sich zu nehmen. Doch da der Darm prozentuell umso weniger Magnesium aufnimmt, je mehr er bekommt, ist es recht mühsam auf diese Art einen bereits bestehenden Magnesiummangel auszugleichen.

Solltest du Medikamente, wie Antibiotika, herzstärkende Mittel, immununterdrückende Mittel, Krebsmittel, Psychopharmaka, aber auch Kalzium, Eisen- und Fluorpräparate nehmen, ist außerdem zu beachten, dass die Einnahme von Magnesiumpräparaten mit einem Abstand von 2-3 Stunden zu deinen anderen Medikamenten dazu erfolgt.

Doch wie meistens, es gibt ein Hintertürchen, dass die Behandlung und Behebung eines Magnesiummangels erleichtert:

Die Anwendung von Magnesiumöl

Magnesiumöl ist in Wahrheit eine gesättigte Magnesiumchlorid-Wasser-Lösung, die sich beim Auftragen ölig anfühlt, daher der Name.

Magnesiumöl ermöglicht die Aufnahme von Magnesium über die Haut (transdermal). Das Magnesium gelangt so direkt in die Muskulatur und den Blutkreislauf, ohne Umweg über den Darm. So lässt sich ein Magnesiummangel rascher beheben und das ohne Durchfall.

Die Wirkung von Magnesiumöl ist oft sofort spürbar, weil das Magnesium dort hinkommt, wo es gerade gebraucht wird, also fehlt. Du wirst sehen nächtliche Wadenkrämpfe sind so bald kein Thema mehr und sollte es doch einmal dazu kommen, einfach Magnesiumöl einmassieren und weiterschlafen.

Ein Magnesiummangels lässt sich bei gleichzeitiger Anwendung von Magnesiumöl und der Einnahme von Magnesium in wenigen Wochen beheben. Wenn ein Mangel ausschließlich über die Einnahme von Magnesiumpräparaten behoben werden soll, dauert es hingegen viele Monate.

Anwendung: Magnesiumöl wird direkt auf die Haut gesprüht und einmassiert.
Bei empfindlicher Haut kann es, vor allem in der Anfangsphase der Anwendung, zu einem Kribbeln, Brennen oder einem Gefühl wie Ameisenlaufen kommen. Dies lässt sich verhindern, wenn das Magnesiumöl verdünnt, also 1:1 mit Wasser, angewendet wird.

Von einer Anwendung im Gesicht ist abzuraten.

Nach dem Auftragen des Magnesiumöls auf die Haut, die Hände gründlich waschen, denn ein Kontakt mit der Schleimhaut (sowie offenen Wunden) ist zu vermeiden.

Genialer Zusatznutzen:
Magnesiumöl ist ein wunderbares, natürliches und geruchloses Deo – ich liebe es. Nur achte bitte darauf, es nie gleich nach dem Rasieren der Achseln anwenden, denn dann brennt es höllisch.

Das beste und reinste Magnesiumöl (da ohne Umweltverschmutzungen) stammt übrigens aus dem Zechstein-Meer – einem Urmeer, dessen mineralische Ablagerungen sich in rund 1600 m Tiefe unter Deutschland, Holland und Großbritannien erstrecken.

Magnesiumöl aus dem Zechstein-Meer gibt es in ausgewählten Apotheken im handlichen Sprühfläschchen (100 ml um EUR 19,90) bzw. als Nachfüllung in der Liter-Flasche im Internet.

Ergänzend möchte ich noch anmerken, dass du natürlich auch in Magnesium baden kannst, nur brauchst du dafür rund 2 kg Magnesium-Flakes pro Vollbad, was ich persönlich für Verschwendung halte. Da verwende ich lieber das Magnesiumöl direkt auf der Haut.

Wieviel Magnesiumöl du täglich nehmen sollst,  darüber gehen die Meinungen stark auseinander. Dr. Barbara Hendel erwähnt in ihrem Buch 2 ml Magnesiumöl als Tagesdosis, wobei 1 ml 5-10 Sprühstössen entspricht, je nach Hubkraft des Sprühfläschchens.

Ich persönlich verwende das Magnesiumöl ergänzend zu einem Magnesiumpräparat zum Einnehmen und dem Magnesium in meiner Nahrung. Daher nehme ich etwa 10 Sprühstösse Magnesiumöl täglich nach dem Duschen, die ich auf die Handfläche sprühe und einmassiere: 2 unter jede Achsel, 2 auf jede Wade und 2 verdünnt auf den unteren Rücken.

Doch ich denke, du spürst selbst am besten, wo und wieviel dir gut tut.

Wie bei allem gilt natürlich auch bei Magnesiumöl, alles Gute mit Maß und Ziel. In der Regel kriegen wir eher zu wenig als zu viel Magnesium ab, doch auch ein Überschuss ist nicht weiter schlimm – sofern du nicht ein Nierenleiden hast – denn überschüssiges Magnesium wird, da es wasserlöslich ist, über die Nieren ausgeschieden.

Eines ist mir zu diesem Thema noch eingefallen,

Das Schüßler-Salz Nr. 7 „Magnesium phosphorikum“

Das Schüßler-Salz Nr. 7 ist kein Ersatz für die Einnahme oder die transdermale Aufnahme von Magnesium durch Auftragen von Magnesium-Öl. Es ist vielmehr ein homöopathisches Mittel, das dabei helfen soll, dass das aufgenommene Magnesium dorthin gelangt, wo es benötigt wird.

D.h. Schüßler-Salze führen keine Mineralien zu, doch sie verteilen die vorhandenen richtig im Körper. Daraus schließe ich, dass die Nr. 7  bei der Behandlung eines Magnesiummangels den Organismus hervorragend unterstützen kann.

Buchtipp:

Mein Wissen über dieses Power-Mineral Magnesium stammt vorwiegend aus dem Buch „Das Magnesiumbuch“von Dr. Barbara Hendel, erschienen im VAK-Verlag, das ich nur wärmstens empfehlen kann. Darin findest du nicht nur viel Wissenswertes über Magnesium, sondern auch viele Selbsthilfe-Tipps, was du noch unterstützend tun kannst, wenn du bereits unter einem der o.a. Mangelsymptome leidest.

Und für alle, die sich noch mehr mit der Zusammensetzung unserer Nahrung beschäftigen wollen, sei hier auch noch der kleine GU-Ratgeber „Nährwerte“ erwähnt.

Lass mich wissen, was deine persönlichen Erfahrungen mit Magnesium und Magnesiumöl sind.

(Mai 2016)

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