Barfuß-Schuhe – laufen wie barfuß

Mein heurigen Sommerurlaub hat mich nach Deutschland geführt – nach Rothenburg ob der Tauber, Heidelberg und Passau. Und weil mir dabei immer wieder Barfuß-Schuhläden begegnet sind, nutze ich die Gelegenheit, dieses Thema ein wenig zu vertiefen.

Eigentlich ist das Wort Barfuß-Schuhe ja ein Paradoxon, doch gleich wirst du sehen, dass es nicht nur ein entweder-oder sondern auch ein sowohl-als auch gibt. Barfuß-Schuhe vereinen den Schutz der Füße, wie wir es von Schuhen kennen, mit dem Gehgefühl, das wir sonst nur barfuß kennen – sie sind also Schuhe, die unsern Füßen maximale Bewegungsfreiheit bieten.

Aber schauen wir doch einmal an, was Barfuß-Schuhe auszeichnet und welche Kriterien es dafür gibt:

Barfuß-Schuhe – was ist das?

Was sind die Kriterien für Barfuß-Schuhe bzw. Minimalschuhe?

– kein Absatz
– flexible Sohle
– viel Platz für die Zehen
– Schuhe sitzt fest am Fuß

doch abgesehen davon gibt es ganz verschiedene Modell-Typen.

In diesen Schuhen sind die Füße gefordert und die Fußmuskulatur kann optimal arbeiten, denn die Sohlen sind dünn und komplett flexibel, sodass der Fuß sich dem Untergrund anpassen kann – wofür er ja von Natur aus ausgerichtet ist.

Oft stellt sich die Frage, ob wir gerade für das Gehen auf Asphalt nicht irgendwelche Dämpfungen brauchen – die Experten sagen nein. Voraussetzung dafür, ein zumindest leicht veränderter Geh- bzw. Laufstil.

Die meisten Menschen benutzen beim Gehen den Fersengang, d.h. sie treten mit der Ferse hart auf, ehe sie über den Ballen abrollen. Für das Gehen bzw. Laufen mit Barfuß-Schuhen verwendet man jedoch den „natürlicheren“ Ballengang. Das heißt man tritt mit ganz leicht gebeugten Knien mittig auf und nutzt so die natürliche Dämpfung des Körpers.

Dass das anfangs ungewohnt ist und ein wenig Übung erfordert, ist klar.

Doch damit du dich damit leichter tust, hab ich dir hier ein einführendes Video rausgesucht.

Schritt für Schritt wirst du über einige Videos zu einer sanfteren und gesünderen Gehweise hingeführt. Das schont nicht nur deine Gelenke, sondern fühlt sich auch richtig gut an.
Viel Spaß dabei 😀

Dass es auf diese Art auch möglich ist, ohne gedämpfte Schuhe zu laufen, zeigt auch Christian Decker auf seiner Seite WozuLaufschuhe.at auf. Christian Decker, der seit 2012 nur noch mit Minimalschuhen läuft, beantwortet auf seiner Homepage auch viele Fragen zum Thema Laufen mit Minimalschuhen.

Wo kriegt man Barfuß-Schuhe in Wien?

Ich hab hier ein paar Shops gefunden, wo du in Wien Barfuß-Schuhe kaufen kannst.
Denn ich finde, gerade wenn man sich diesem Thema nähert, will man die Schuhe mal anprobieren, schauen wie es sich damit geht und welche Unterschiede es bei den einzelnen Marken gibt.

Hier sind die Schuh-Geschäfte mit größerer Auswahl in Wien:

TERRA PLANA
1070 Wien, Neubaugasse 12-14

VIVOBAREFOOT Shop Wien
1010 Wien, Rotenturmstrasse 21

Natürlich gibt es auch tolle Barfuß-Schuhe im Internet, wie zum Beispiel dem Testsieger bei Minimalschuh-Ranking:

Die Marke ZAQQ aus Leipzig, produziert Barfuß-Schuhe, die Bequemlichkeit, Funktionalität und Schick vereinen und somit auch bürotauglich sind.
Mehr im Onlineshop von ZAQQ

Toll find ich auch die Seite Zehenschuhe.de, die eine große Auswahl der gängigsten Barfuß-Schuh-Modelle führt, nicht nur Zehenschuhe.

Barfuß-Sandalen selber machen

Für den Sommer gibt es auch die Möglichkeit sich Barfuß-Sandalen selbst zu machen.
Wie es geht und was du dazu brauchst, erfährst du in diesem Video:


Das Zubehör für die Huarache-Sandalen bekommst du übrigens hier

Meine Barfuß-Schuhe

Als ich aus dem Urlaub zurückkam, ging ich erst mal auf die Suche nach meinen Barfuß-Schuhen. Denn das Thema ist ja nicht neu und so war ich schon im Besitz von 2 Paar Barfuß-Schuhen – meinen Five-Fingers und selbstgenähte Mokassins.

Meine Five-Fingers hab ich mir vor einiger Zeit spontan gekauft und ging mit ihnen gleich mal laufen. Da ich sonst nie laufe, also meine Muskulatur dafür denkbar schlecht vorbereitet war, hatte ich danach einen extremen Muskelkater in den Waden. Was dazu führte, dass sie seitdem ein Stiefkind-Dasein im Schuhschrank führten.

Jetzt weiß ich, dass ich damals alles falsch gemacht hab – Fersenlauf, zu schnell zu viel gewollt …

Jetzt quasi wieder-entdeckt, trage ich sie ausgesprochen gerne. Doch ich trage meine Barfuß-Schuhe nicht durchgehend, sondern abwechselnd mit ’normalen‘ bequemen Schuhen.

Das liegt vor allem daran, dass ich in der Stadt lebe und das Gehen mit Barfuß-Schuhen auf Asphalt anders ist als auf weicherem Untergrund und meine Fußmuskulatur noch nicht so stark ist, um den harten Untergrund federnd auszugleichen – vor allem wenn ich es eilig habe ;D

So sehe ich das Gehen mit Barfuß-Schuhen als Erweiterung meiner Möglichkeiten und als Training für meine Fußmuskulatur an. Doch am Schönsten finde ich es immer noch einfach barfuß zu gehen.  Vor allem weil die sensorischen Reize so gut wahrnehmbar sind und ich auf weichem Grund dann ganz automatisch in den Vorderfuß- oder Ballengang wechsle. Beim Gehen auf hartem Grund, mit Barfuß-Schuhen oder auch barfuß, verfalle ich viel leichter in den Fersengang – der durch jahrzehntelanges Training automatisiert wurde.

Doch da wir neben den sensorischen Reizen, wie Wärme, Kälte, weich und spitz … auch zahlreiche Fußreflexzonen auf der Fußsohle haben, stimuliert das Barfußgehen auch diese und dient so unserer Gesundheit. Ich mag es und werde es sicher in Zukunft mehr forcieren.

Übrigens die Mokassins hab ich vor Jahren mal bei einem VHS-Kurs gemacht, doch sowas wird zur Zeit leider nicht mehr angeboten.

(Sept. 2018)
Text und Fotos: Andrea Bauer

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