Antonia Kragulj – die Schmuckautorin

Sie entwirft Schmuck, wie andere Bücher schreiben. Zu Beginn steht ein Charakter (Werkstoff), dessen Besonderheit sie zur Geltung bringen will. Andere Beteiligte kommen ins Spiel, sie experimentiert mit verschiedenen Möglichkeiten, stellt Verbindungen her, bastelt eine stimmige Form und lässt das Ende meist offen 😀

Im September 2017 hat Antonia anlässlich des Atelier- und Galerierundganges im 3. ihre großartigen Schmuckstücke bei mir in der Praxis präsentiert. Es waren zwei außerordentliche Tage, wer nicht dabei war, hat echt was versäumt  ;D

Beim Artikel „Atelier- und Galerienrundgang im Dritten – 2017“ findest du einige Impressionen dieses Events bei Shiatsu-ART.

Und für allen die nicht dabei sein konnten, oder Antonia noch nicht kennen, gibt es hier ein Porträt.

Antonias Werdegang

Als Antonia Kragulj in Ungarn geboren wurde, konnte noch keiner ahnen, dass sie einmal eine Schmuckdesignerin – bzw. Schmuckautorin, wie sie sich selbst gerne nennt – wird.

Nachdem sie die Hochschule für Außenhandel in Ungarn besucht hat, führte sie ihr Weg nach Österreich. Sie kam nach Wien, heiratete sie und bekam 2 Kinder. Später besuchte sie Kultur- und Kunstgeschichte-Kurse an der Wiener Kunstschule.

Einer Nachbarin ist es zu verdanken, dass Antonia ihre Kreativität zu leben begann. Sie überredete  sie zu einem Kurs für Bauernmalerei in der VHS Mödling. Bauernmalerei ist nicht Antonia Sache, doch führte eins zum anderen. Da sie noch Farbe übrig hatte und es ihr ein Gräuel war, diese wegzuschmeißen, begann sie kleine naive Bildchen zu malen, die bei Wohltätigkeitsbazaren verkauft wurden.

Doch ihr Interesse für Farben und Kreativität waren geweckt. Als nächstes widmete sie sich der Seidenmalerei, begann Aquarelle auf Seide und Papier zu malen und fand über die Seide schließlich auch zum Schmuck.

Omas Schatzkiste

In den 80er Jahren entstanden die ersten Schmuckstücke – aus Seide und Schmucksteinen. Da Steine übrigblieben, begann Antonia damit zu spielen. Später kombinierte sie die Steine mit Naturmaterialien und allem was ihr unter die Hände kam. So entstanden zahlreiche außergewöhnliche Schluckstücke, die rasch Absatz im Freundes und Bekanntenkreis fanden.

Jedes ihrer Stücke ist ein Unikat und eine Rarität, geschaffen aus Kreativität und den Zutaten aus „Omas Kiste“. Stammte der Inhalt ihrer Schatzkiste zuerst von ihrer Großmutter und bestand vor allem aus schönen alten Knöpfen, so wurde später kräftig nachgefüllt. Freundinnen brachten ihr alte, teils kaputte Ketten, Knöpfe und anderen hübschen Zierrat. Viele Dinge fand sie auch auf Flohmärkten, bei Altwarenhändlern … Wo immer sie etwas sah, was ihr gefiel wurde es gesammelt und zur späteren Verarbeitung bereitgelegt.

Im Laufe der Jahre entstanden wunderbare Kreationen, jede ein Unikat und eine Rarität. In ihre Arbeit fanden auch so ungewöhnliche Dinge Einzug, wie hölzerne Dauerwellenstäbchen oder sogar Zündkerzen („sie ließen sich so schön aufpolieren“).

Gerade wegen ihrer Originalität und der Extravaganz ihrer Kreationen wurde ihr Schmuck sehr geschätzt. Ihre Arbeit ist Kreativität pur und hat schon so manches alte Schmuckstück ihrer Freundinnen in neuer Form wieder zum Leben erweckt.

Du hast eine alte langweilige Kette? Dann lass dich mal überraschen, was Antonia daraus macht 😀

Die Liebe zum Leder

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Antonia liebt Leder. Es erinnert sie an ihre Kindheit in Ungarn.

Später entdeckte sie Leder auch als Werkstoff für Schmuck. „Schuld“ daran ist ein Wettbewerb. Bei ungarischen Modeschauen, wo auch Antonia mit ihrem Schmuckstücken mitmachte, gibt es vorgegebene Themen. 2008 war das Thema „Das Handwerk der Ungarn – alte Techniken“ und so entschloss sich Antonia Schmuckstücke aus Leder zu fertigen, als reine Handarbeit ohne die Verwendung von Maschinen. Erste Schmuckstücke aus Leder entstanden und wurden gemeinsam mit den Kreationen einer Modistin (Hutmacherin) vorgeführt.

Das Fertigen von Lederschmuck machte ihr so großen Spaß, dass sie ihre Technik immer weiter verfeinerte und Lederschmuck ein wichtiger Teil ihres Schaffens wurde. 2009 gewann sie mit ihren Lederskulpturen für den Hals auch einen 1. Preis.

Seit neuestem gestaltet sie auch Bilder aus Leder.

Modeschauen

Ein Teil der Lederarbeiten ist permanent in Ungarn, wo sie eng mit einer Modistin zusammenarbeitet, die auch gerne den passenden Schmuck zu den Hüten anbietet. Gemeinsam sind sie mit ihren Arbeiten auch immer wieder auf Modeschauen vertreten.

Antonias extravaganter Schmuck in Österreich 

Antonia kreatives Domizil ist in Gumpoldskirchen, Atelier IleTi. Für Interessierte öffnet sie gerne auch mal ihr Werkstatt und dann darf fröhlich probiert werden.

Kontaktdaten Antonia Kragulj

Gumpoldskirchen/NÖ
+43 676 3328674

Auch in den Ringstraßen-Galerien im 1. Bezirk in Wien, findet man ihre originellen Schmuckstücke.

TOPART113 / Schauraum
Kärntner Ring 5, 1010 Wien
Ringstraßen-Galerien / Top 104
Öffnungszeiten: Mo-Fr 13-18 Uhr und nach Vereinbarung
Kontakt: +43 676 951319

(Oktober 2017)
Titelfoto: Andrea Bauer (beim Atelier- und Galerienrundgang im Dritten – 2017)
Werkfotos: mit freundlicher Genehmigung von Antonia Kragulj

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